Das Projekt

Indu4 0 D 1E klFür Deutschland als weltweit führendem Industriestandort ist die Vernetzung der Produktion eine zentrale Zukunftschance. Deutsche Unternehmen und Institutionen sehen sich aber zusehends mit hochprofessionellen Cyberangriffen konfrontiert. Neben den klassischen Gefahren wie Viren oder Trojanern bedrohen neuartige, auf industrielle Kontrollsysteme ausgelegte Attacken die vernetzten Industrieanlagen. Dabei geht es um die gezielte, tiefgreifende und über eine längere Zeit angelegte Manipulation oder Sabotage von Anlagen und deren Steuerungsmechanismen. Letzten Endes ist das Ziel der Zugriff auf Daten, wichtiges Know-how und Betriebsgeheimnisse.

Zum effektiven Schutz reicht es nicht aus, die etablierten Sicherheitskonzepte zu übernehmen. Anders als beispielsweise in der Office-IT kann man im Schadensfall Produktionsanlagen nicht einfach abschalten, auch nicht in geplanten Wartungsfenstern. In der Prozesssteuerung und Fabrikautomation müssen die Systeme rund um die Uhr verfügbar sein und stabil funktionieren.

Ziel des "Nationales Referenzprojekts zur IT-Sicherheit in der Industrie 4.0" ist es vernetzte Industrieanlagen effektiv vor Cyberangriffen und Spionage zu schützen. 14 Unternehmen der deutschen Industrie forschen gemeinsam mit sieben Forschungseinrichtungen und Universitäten daran, Angriffspunkte für Hacker zu minimieren. Dies geschieht konkret anhand von Anwendungsschwerpunkten und Demonstratoren. Es sollen Methoden entwickelt werden, mit denen gleichzeitig sichere Prozesse, sichere Daten und sichere Dienste bei sicherer Vernetzung realisiert werden können.

Das Projekt wird im Rahmen des Forschungsrahmenprogrammes der Bundesregierung zur IT-Sicherheit "Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015-2020" gefördert. Eine der Leitlinien dort ist die Stärkung des Standortes Deutschland durch IT-Sicherheit für Industrie 4.0.

Transfer

IUNO, das Nationale Referenzprojekt zur IT-Sicherheit in Industrie 4.0, identifiziert Bedrohungen und Risiken für die intelligente Fabrik und entwickelt Schutzmaßnahmen, die exemplarisch umgesetzt werden. Als Ergebnis werden möglichst allgemein verwendbare Lösungen für Herausforderungen der IT-Sicherheit im industriellen Anwendungsfeld entwickelt, die auch auf andere Unternehmen übertragbar sind und als Blaupausen für die sichere Industrie 4.0 herangezogen werden können. Diese Lösungen sind sowohl für Ausrüster als auch Anwender gültig. Auf dieser Basis können auch insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen für die Industrie 4.0 wertschöpfende Arbeit erbringen, zu der sie derzeit aus nicht abschätzbaren wirtschaftlichen Risiken vielfach noch nicht bereit sind.

Der Transfer der Erkenntnisse aus IUNO hinein in die mittelständische Wirtschaft ist daher ein Kernanliegen der Partner des Projekts und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Ab 2017, mit Vorliegen der ersten IUNO-Ergebnisse, wird das Projekt eine Reihe von Transfermaßnahmen (Workshops, Fabrikbesichtigungen, etc.) initiieren, über die Sie an dieser Stelle informiert werden.

Um bis dahin auf dem Laufenden zu bleiben hinsichtlich des Themenkomplexes IT-Sicherheit in der Industrie 4.0 empfehlen wir, den IUNO-Newsletter zu abonnieren, der über relevante Nachrichten, Veranstaltungen und Fallstudien der IUNO-Partner informiert.